Ungeheuerjagd im Auftrag ihrer Majestät

Gestern im Comicladen bin ich über einen äusserst interessanten Band gestolpert. Witchfinder – In the Service of Angels ist eine Geschichte, die aus der Feder des Hellboy-Schöpfers Mike Mingola stammt. Jeder, der schon einmal das Vergnügen hatte eines seiner Werke (sei es nun Buch, Comic oder Film) in den Händen zu halten, merkt schnell, dass das „Mignolaverse“ durchtränkt ist vom Cthulhu-Mythos und gespickt mit Elementen des Lovecraft-schen Horrors. Umso mehr freute es mich daher eine neue Serie in den Händen zu halten, die sich erneut das Übernatürliche zum Thema nahm.
Da Mignola mittlerweile mit einer Vielzahl Projekte beschäftigt ist (Hellboy, B.U.A.P., Baltimore, Abe Sapien, uvm) beschränkt sich sein Einfluss immer mehr auf das erstellen von Covern, sowie das Schreiben der Stories und die konzeptuelle Ausarbeitung der Hauptfiguren und Schauplätze. Gezeichnet werden die Geschichten dann oft von anderen Zeichnern, so auch in diesem Fall (Lineart: Ben Stenbeck, Kolorierung: Clem Robins). Allerdings tut das dem Lesevergnügen keinen Abbruch. Stenbecks Stil passt zur Story wie die Faust aufs Auge, während die Farbgebung Mignola-typisch trüb und melancholisch daherkommt.

Die Hauptfigur des Comics ist Sir Edward Grey, seines Zeichens okkulter Ermittler seiner Majestät, der Königin von England, der in den Jahren des späten 18. Jahrhunderts Hexen und Dämonen den Garaus macht. In In the Service of Angels kriegt er es mit einer Kreatur zu tun, die systematisch alle Mitglieder einer Ausgrabung abschlachtet, welche vor einiger Zeit eine tief unter der Wüste vergrabenen Stadt (Lovecraft anyone?) fand und dort ein eigenartiges Skelett entdeckte, welches die uns bekannte Zeitrechnung und Evolution vollkommen auf den Kopf stellen würde. Bei seinen Ermittlungen gerät Grey ins Visier der blutrünstigen Kreatur und muss einen Weg finden sie zu stoppen bevor noch mehr Menschen ihrem Treiben zum Opfer fallen. Dazu muss er sich mit Unsterblichen, Geistern und anderen, weitaus übleren Gestalten zusammentun.

Kenner des Mignolaverse werden darin auch einige Figuren finden, die ihnen aus anderen Serien bereits bekannt sein dürften. Der Comic ist sehr angenehm zu lesen und die Geschichte wartet mit allerlei unerwarteten Wendungen und einem spannenden Ende auf! Ein absoluter Pflichtkauf für Horrorfanatiker und Lovecraftfans!

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