Cthuloide Comics – Batman: The Doom that came to Gotham

Aangefangen mit diesem Post möchte ich eine neue Kategorie ins Leben rufen: Cthuloide Comics. Hier möchte ich Comics vorstellen, die entweder direkt dem Cthulhu-Mythos entspringen bzw. story- oder stilmässig an Lovecrafts Vermächtnis anlehnen. Als Kunstschüler hat man zwangsläufig in irgend einer Form mit der Materie zu tun. Seien das nun Ausstellungen, Designstudien oder in meinem Fall Comics. Wie vermutlich jeder andere auch hatte ich als Kind eine Heldenfigur aus dem Comicuniversum – Batman, den dunklen Ritter Gothams. Anders als andere Superhelden hat Batman keinerlei Superkräfte und verlässt sich allein auf die Fähigkeiten, die er sich in jahrelangem Training bei den besten Meistern ihres Fachs rund um die Welt angeeignet hat und die diversen Gimmicks, die sich Multimilliardär Bruce Wayne (sein Alter Ego) immer wieder einfallen oder konzipieren lässt.

Allerdings ist die Storyline von Batman: The Doom that came to Gotham (eine äusserst offensichtliche Anlehnung an Lovecrafts „The Doom that came to Sarnath“) eine Andere.

Bruce Wayne, ein Forscher und Entdecker, stösst in der Arktis auf ein monströses Ungetüm, welches dort im Eis während Urzeiten gefangen war. Doch noch bevor es sich befreien kann, schaffen er und die Crew seines Schiffes das Monster zu töten. Doch noch bevor die tapferen Männer nach Gotham zurückkehren hisst das Monster eine letzte Warnung: „The thing is coming…“

In Gotham angekommen häufen sich merkwürdige Zwischenfälle, welche nicht selten von okkulter Natur sind und weit über das Menschenmögliche hinausgehen. Bruce Wayne beschliesst also als Batman der Sache auf den Grund zu gehen und stösst auf Gothams dunkelstes Geheimnis…

Ich selbst habe den Sammelband per Zufall in einem Buch- / Comicantiquariat gefunden und habe ihn mir dann prompt unter den Nagel gerissen. Insgesamt ist die Story für eine Batman-Geschichte äusserst ungewöhnlich und für Leute, denen Lovecraft nichts sagt wohl auch etwas schwer verdaulich. Allerdings wird sie dadurch für Fans des lovecraftschen Horrors umso interessanter. Kurzgeschichten wie „At the Mountains of Madness“, „The Call of Cthulhu“ aber auch andere Werke wie „The music of Erich Zann“ werden, wenn auch nicht ganz so offensichtlich, in den Handlungsstrang mit eingebunden. Der Zeichnungsstil ist sehr an denjenigen von Mike Mignola (Erschaffer des Hellboy-Universums und seinerseits grosser Fan Lovecrafts) angelehnt und verleiht der Erzählung etwas angenehm Mystisches. Abgerundet wird das Ganze durch ein Ende, welches man so vermutlich nicht erwartet hat und macht den Comic zu einem absoluten Geheimtipp für alle, die den älteren Göttern treu geblieben sind.

Das komplette Set (bestehend aus drei Comics bzw. einem Sammelband) ist derzeit auf Amazon.com für 69.95$ erhältlich. Der Band ist zwar auch auf deutsch erhältlich; leider konnte ich ihn online nirgends auffinden und kann darum nicht mit einem entsprechenden Link dienen. Solltet ihr jedoch Gefallen an dem Zeichen- oder Erzählstil der Geschichte gefunden haben, empfehle ich euch unbedingt Mignolas Hellboy, dessen Story stark vom Cthulhu-Mythos inspiriert ist. Doch dazu ein ander mal mehr.

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